Hilfe bei einer Nagelbettentzündung

   

Entzündeter Nagel – was kann man dagegen tun?

Bei einer Nagelbettentzündung ist die Haut um oder unter dem Nagel entzündet. Es handelt sich um eine Infektion, die sowohl die Finger- als auch die Fußnägel betreffen kann. Außerdem wird unterschieden, ob nur die umliegende Haut betroffen ist, oder direkt das Nagelbett, welches sich unter der Nagelplatte befindet. Je nach Ausprägung kann eine Nagelbettentzündung sehr unangenehm und schmerzhaft sein und sollte schnellstmöglich behandelt werden.

Symptome einer Nagelbettentzündung

Zu Beginn der Entzündung treten zunächst Rötungen und Juckreiz der betroffenen Hautstellen auf, im späteren Verlauf dann meist Schwellungen und eine Erwärmung. Mit der Zeit kommen Schmerzen hinzu, zuerst nur bei Druck, danach dauerhaft. Spätestens dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ist das Nagelbett direkt betroffen, sammelt sich innerhalb von ein paar Tagen Eiter unter der Nagelplatte. Diese Eiterblase verursacht meist starke Druckschmerzen. Sie kann von allein aufplatzen, so dass der Eiter dann seitlich abfließt. Sollte sich die Blase nicht von selbst öffnen, kann dies mit Hilfe einer kleinen OP erfolgen.

Ursachen: woher kommt die Entzündung am Zehnagel?

Am häufigsten sind bestimmte Erreger die Ursache einer Nagelbettentzündung, wie etwa Staphylokokken, Herpesviren oder Hefepilze. Bei einer gesunden Haut und einem intakten Immunsystem richten sie keinen Schaden an; sondern können nur über kleinere Verletzungen in die Haut eindringen. Eine falsche oder zu gut gemeinte Nagelpflege sowie deformierte oder eingewachsene Nägel können schneller zu einer Entzündung führen. Damit es erst gar nicht zu einem solchen eingewachsenen Zehnagel kommt, ist das regelmäßige kürzen und schneiden der Nägel unerlässlich. Hier finden Sie eine entsprechende Anleitung, wie man beim Schneiden vorgehen muss: https://www.fussnaegel.com/anleitung/richtig-schneiden.php. Besonders gefährdet sind außerdem Menschen, die unter sehr trockener Haut oder Durchblutungsstörungen leiden, ein schwaches Immunsystem besitzen oder eine chronische Krankheit wie Diabetes oder Neurodermitis aufweisen.

Häufig betroffen sein können auch Babys und Kleinkinder. Kleinkinder achten von selbst noch nicht auf ihre Hände und Füße und schnell können sich beim Spielen oder Toben kleine Verletzungen bilden. Bei Babys ist das richtige Schneiden der Nägel nicht so leicht, so dass es dort vermehrt zu Verletzungen kommen kann. Außerdem ist das Immunsystem bei Kleinkindern und Babys noch nicht so gut ausgeprägt, weshalb man die Nägel immer gut kontrollieren und auf mögliche Veränderungen achten sollte. Deutet sich eine Nagelbettentzündung an, ist es am besten, sofort einen Arzt aufzusuchen, bevor sie sich verschlimmert.

Behandlungsmöglichkeiten: was kann man tun?

Eine Nagelbettentzündung sollte möglichst umgehend nach Erkennung behandelt werden, da sie nicht von allein wieder verschwindet. Behandelt man sie nicht, kann dies zu einem veränderten Wachstum des Nagels führen, bis hin zur Ablösung.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, den genauen Auslöser zu kennen. Das sollte für einen Arzt kein Problem darstellen, so dass er das richtige Medikament verschreiben kann. Möglich sind Salben und Cremes oder spezielle Tinkturen, welche die Erreger abtöten und bei möglichem Eiter helfen, dass er besser abfließt. Wichtig ist es, während der Behandlung darauf zu achten, dass die entzündete Stelle immer schön sauber bleibt, so dass keine weiteren Erreger eindringen können. Eine regelmäßige Desinfektion ist ratsam.

Auch Hand- und Fußbäder können unterstützend wirken. Bei einem entzündeten Zehnagel zum Beispiel, bereitet man eine kleine Schüssel mit nicht zu heißem Wasser vor und badet den Fuß etwa zehn bis fünfzehn Minuten darin. Dies sorgt dafür, dass die Haut schön weich wird, so dass Eiter besser abfließen kann. Zusätze wie Kamille oder Teebaumöl wirken außerdem entzündungshemmend.

Hausmittel und Homöopathie

Neben Kamille und Teebaumöl haben auch Zwiebelextrakt und Arnika eine entzündungshemmende Wirkung, jedoch eine eher schwache, die bei einer fortgeschrittenen Nagelbettentzündung nicht ausreichend hilft. Diese Hausmittel, sowie bestimmte Mittel aus der Homöopathie können im Anfangsstadium eventuell helfen, ersetzen jedoch keinen Besuch beim Arzt und die speziell dafür vorgesehenen Medikamente.